AMBACHER CONTEMPORARY

MUNICH
Thu-Sat 3-7
| Lothstrasse 78a | 80797 München
T: +49 89 32 55 72 (TAM) | M: +49 170 475 42 40
 
PARIS
2 Square des Combattants
d´Afrique du Nord
92120 Paris-Montrouge
M: (Fr.) +49 151 505 90 206
By appt. only

www.ambacher-contemporary.de
info@ambacher-contemporary.de


 
HOME
ARTISTS
EXHIBITIONS
GALLERY
STOCK
CONTACT
EU DATA
 
EXHIBITION  "Instinkt geleitet"


Einzelausstellung  INGE PRIES
MALEREI


24. Mai 2008 - 20. Juni 2008

Eröffnung:  Freitag den 23.05.2008, 19.00 Uhr
Opening:     Friday,  23. May at 7 pm



GALERIE LICHTPUNKT, HORST AMBACHER CONTEMPORARY,
freut sich, die erste Einzelausstellung der Malerin Inge Pries
in München präsentieren zu könnnen.





"Coco oder Louis", 2003, Öl/Tempera auf Holz, 32x37 cm



"Am Anfang macht sie es uns leicht, wir finden ihre Gestalten lustig, auch komisch, wir müssen lachen. Und schon sind wir Gefangene unserer eigenen Reaktion, denn das, worüber wir lachen, ist nicht zum Lachen, es ist zu leise dafür, zu ernst, vielleicht auch zu traurig, so wie es uns der Clown im klassischen Zirkus zeigt. Nur dass diese Gestalten nicht freiwillig in die Manege getreten sind, auch wenn sie wissen, dass sie angesehen werden. Sie haben sich in Positur gestellt, als befänden sie sich im Atelier eines Fotografen. Wir geraten als Zuschauer ins Grübeln, fragen nach den Zusammenhängen, entwerfen die Biographie dieser doch fiktiven Personen, fragen nach ihrer Lebenssituation. Damit werden wir Teilhaber am künstlerischen Prozess, und das verspricht, geht es um die Bilder von Inge Pries, hohen Gewinn."

Wolfgang Tichy



Inge Pries im Gespräch mit Sabine Kunz

Sabine Kunz: In Deinen jüngsten Bildern stehen Affen (...) im Mittelpunkt. Was interessiert Dich am Tier?
Inge Pries: Einerseits hatte das praktische Gründe, weil ich keine Menschen mehr malen wollte. Mich interessierten neue Figuren, Proportionen und Stofflichkeiten. Andererseits stehen Affen den Menschen am nächsten. Sie gelten als lustig und liebevoll. Gleichzeitig haben sie etwas Erschreckendes. Man weiß nicht, wo fängt das Tier an und wo ist der Mensch im Tier – und umgekehrt.
S. K.: Verstehst Du Deine neuen Bilder als Kritik im Umgang mit der Natur?
I.P.: Unsere kranke Beziehung zur Natur und unsere Entfremdung von ihr spielen eine Rolle. Wäre ein anderes Verhältnis zu ihr möglich? Wir entwickeln uns nicht weiter zu glatten Menschen, sondern das Instinktive, unsere animalischen Anteile werden wichtiger um zu überleben. Vielleicht ist das angesichts der ganzen Katastrophen die einzige Möglichkeit. Bei den Affenbildern schwingt mit, dass eine Endzeit erreicht ist.
S.K.: Du hast Ende der achtziger Jahre begonnen figürlich zu malen, als das quasi ein Tabu war...
I.P.: Während des Studiums habe ich abstrakt gemalt; Bilder, die von der Schönheit der Farbe lebten. Ich hatte irgendwann das Rezept raus, wie man ein gut komponiertes gegenstandsloses Bild macht. Aber davon gab es genug Leute. Ich habe mich gefragt, warum malst du eigentlich nicht die Figuren, die du sowieso in deinen abstrakten Bildern siehst? Warum lässt du das andere Leute nicht sehen? Das wäre doch ein Standpunkt – aber es könnte peinlich werden. Man äußert sich ja konkret und wird angreifbar. Das ist mir dann erst während eines Auslandaufenthalts in Israel gelungen.
S.K.: Betrachter empfinden Deine Bilder unterschiedlich: von witzig bis verhängnisvoll.
I.P.: Für mich sind sie tragikomisch. Es gibt immer beide Aspekte. In den seltensten Fällen kann man über die Arbeiten nur lachen. Das wäre mir auch zu wenig. Es ist viel komplexer. Dahinter steckt meine Neugier an menschlichen Themen – Mensch und Tier, Mensch und Natur, Mensch und Leben. Das beschäftigt mich am meisten. Trotz ihres Witzes sind meine Bilder für den Zeitgeist oft zu ernst und entsprechend schwer. Sie sind nicht gerade cool und schick, sondern persönlicher.
S.K.: Deine Frauenfiguren in den neunziger Jahren sind oft biografisch gedeutet worden. In den aktuellen Serien der Affen- und Westernbilder scheint dagegen eine Bewegung vom Inneren zum Äußeren stattgefunden zu haben.
I.P.: Die Westernserie begann nach der Geburt meines Sohnes Ende 2000. Mutter zu sein, hat mich ein Stück getrennt von der Selbstschau. Ich betrachte jetzt mehr von Außen und bilde mehr ab, als dass ich spiegele. In den Cowboybildern sehe ich auch meine Brüder, wie sie früher gespielt haben und wie wir als jüngere Schwestern deren Bilderbücher angeguckt haben. Im Fernsehen liefen Bonanza oder Winnetou und zu lesen gab es Karl May.
S.K.: Bei den Cowboys persiflierst Du das Thema Männlichkeit...
I.P.: Ich habe da Aggressionen zugelassen. Die Cowboys sind ja ein Mythos. Zu dieser Zeit gab es dieses Kriegsgerassel. Amerika hat mit dem Irakkrieg angefangen. Das Tagespolitische oder Bush als Cowboy floss mit ein. Die Medien zeigten ein großes Aufgebot an Waffen. Da ist es fast harmlos, wenn man einen Revolver malt.





"Bikiniaffe", 2005; "Uga Uga", 2006; "Nachwuchs", 2006; "Verführung", 2005, jeweils Aquarell/Zeichnung auf Papier, 29,7x21cm
© courtesy INGE PRIES / GALERIE LICHTPUNKT


UPCOMING
EXHIBITION
MUNICH

 

 

DOROTHEA SEROR
Back to the roots
OPENING, 28.2., 18h
1.3. - 16.3.2019

 




LA FRATRIE
I used to be a Trader
but i'am ok now

OPENING, 21.3., 19h
22.3. - 4.5.2019


Illusion brought me
here, love hotel, 2019
Mixed media, sculpture
53 x 38 x 22 cm

 

  


GROUPSHOW
Star Formation
Opening, 9.5.
10.5. - 1.6.2019

Brach Tiller, 2017
Cigarette Skyline
Acrylic on Canvas
25.4 cm x 30.4 cm







ARMIN MÜHSAM
Present Hypotheses
OPENING, 6.6.
7.6. - 20.7.2019


A. Mühsam - M. Gross
SiteParallels, 2018
HAW Contemporary
Kansas City, USA





25.7. - 24.8.2019
BAHAMAS

 

______________________

 

LAST PERFORMANCE
PARIS

SYLVIE ARLAUD
19.10.2018

FAITES L´AMOUR,
PAS LA GUERRE
MAKE LOVE, NOT WAR
MACHT LIEBE,
KEINEN KRIEG


2 Square des Combattants
d´Afrique du Nord,
92120 Paris-Montrouge


Anti-war demonstrations,
April 27, 1968 The largest
demonstration took place in
New York City, where more than
100,000 people marched in four
separate parades into Central Park’s
Sheep Meadow to listen to speeches
by Mrs. Martin Luther King, draft resister Michael Ferber, Dave Dellinger, and Mayor
John V. Lindsay.
______________________

 

LAST EXHIBITION
MUNICH

SIGNS, CREATURES AND FORMS

in the new conceptual
expressive abstraction
by six young artists

ARNO BECK
EMANUEL ECKL
JAN HOLTHOFF
GERGELY KISS
JULIA KLEMM
JANA SCHRÖDER

25.5. - 24.8.2018


SCF Show, summer 2018
Installation view, left to right:
Jana Schröder, Julia Klemm
Arno Beck




PAST EXHIBITION
MUNICH

WOLFGANG GANTER
Chef-d´oeuvre brisé

23.2.-19.5.2018 

Wolfgang Ganter, 2015
Albrecht Dürer,
Porträt von Oswolt Krel
Echtpigmentprint auf Holz
unter gegossenem Kunststoff
Ed. 1/6 + 1 AP, 140 x 100 cm






PAST EXHIBITION

MUNICH


JOHANNES WEISS

Notizen
9.9. - 23.1.2018


Johannes Weiss, 2016
der Blick aus der Ferne
Styropor, Epoxy, Acryl, Gips
160 x 50 x 50 cm

 

 

 

PAST EXHIBITION
MUNICH

LA FRATRIE
Karim & Luc Berchiche
Do i dare disturb the universe
23.6. - 2.9.2017


La Fratrie, 2017
'Ì am here if you need me'
Mixed media
65 x 35 x 20 cm
Courtesy, private
collection Coburg





______________________

LAST EXHIBITION
PARIS

WOLFGANG GANTER
Chef-d´oeuvre brisé

29.9. - 30.3.2018


Wolfgang Ganter, 2015
Leonardo da Vinci,
La Joconde
Mixed Media, Echtpigment-
Druck auf Holz, Resine
Ed. 1/6+2 AP, 140 x 100 cm






PAST
EXHIBITION
PARIS

ARMIN MÜHSAM
Manifested Silences

21.4. - 29.7.2017

Armin Mühsam, 2016
Technocratic Mausoleum
Oil on canvas, 72 x 61 cm

 



PARIS


ART PARIS ART FAIR
Booth D3


30.3. -  2.4.2017

Sylvie Arlaud - Ernesto Cánovas
John Giorno - La Fratrie (Luc and Karim Berchiche) - Tom Hackney
Frank Maier - Armin Mühsam
Tomislav Nikolic - Inge Pries
Daniel Schüßler - Edwart Vignot

 




From left to right:
Maier, Hackney, Arlaud



_________________________




PLATEAU münchen

2016

Fr. 28.10., 18-21h
Sa. 29.10., 11-18h

LIGHTBOX
"I´m so bored with this place"
TIMOTHÉE TALARD

9.9. - 5.11.2016

Timothée Talard, Lightboxes
small, 50 x 100 x 12 cm
big, 150 x 125 x 12 cm



PARIS

OPENING NEW GALLERY SPACE
during Fiac Art Week/Fiac Gallery Night, 20.10.2016
26.10.2016 - 15.04.2017

19, Passage du Ponceau
119, Boulevard de Sébastopol
Marais/Sentier - 75002 Paris

Groupshow, 'Liquidation totale'
Sylvie Arlaud, Sabrina Belouaar, Hugo Bonamin & Samuel Theis, Ernesto Cánovas & Gracjana Rejmer Cánovas, John Giorno, Thomas Draschan, Tom Hackney, La Fratrie (Luc & Karim Berchiche), Frank Maier, Otto Muehl, Armin Mühsam, Tomislav Nikolic, Inge Pries, Daniel Schüßler, Timothée Talard and Edwart Vignot.



Gallery Space until
April 2018
@ Passage
du Ponceau in Paris





YIA ART FAIR

Ernesto Cánovas, Gracjana Rejmer-Cánovas and Tomislav Nikolic
21.-23.10.2016
Le Carreau du Temple - Marais

4, rue Eugène Spuller - 75003 Paris



BERLIN


'Service compris'

A joined exhibition with
Lehr Zeitgenössische Kunst
during Berlin Art Week

Sylvie Arlaud, Ernesto Cánovas,
Thomas Draschan, Tom Hackney,
Jan Holthoff, Birgit Jensen,
Frank Maier, Otto Muehl, Armin
Mühsam, Tomislav Nikolic,
Inge Pries, Daniel Schüßler,
Edwart Vignot, Christopher
Winter, Andreas Zimmermann.
16.09.-29.10.2016
extended until 22.12.2016

AMBACHER CONTEMPORARY &
LEHR ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Großbeerenstraße 16 - 10963 Berlin


______________________________
______________________________