AMBACHER CONTEMPORARY

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Frank Maier
1966, Stuttgart, lives and works in Berlin



GALLERY EXHIBITION
S:
FRANK MAIER | 2015/2013


Solo show Munich
FRANK MAIER | MON AMOUR

May 22 -
August 15, 2015


Duo show to the 25. OPEN ART Munich
FRANK MAIER - INGE PRIES | DAS ABENTEUER DER KUNST

Sept 14 -
Nov 11, 2013

 

 

NEXT AND PAST ART FAIRS:
FRANK MAIER |
MIAMI

x contemporary, Miami/USA
2.-6.12.2015

YIA Art Fair, Paris/France
Oct 22-25th 2015

viennacontemporary, Vienna/Austria
Sep 24-27th 2015

 





Artist studio view, Berlin



VITA - CV
FRANK MAIER | CURRICULUM VITAE



 

Education
  • 1985-1988 education as a stone scarver
  • 1989-1994 sculpture education at the national academy
     of fine arts Karlsruhe by Werner Pokorny, Elisabeth Wagner
     and
    Prof. Harald Klingelhöller


2007-2008 lectureship (architecture), art university, Berlin


Grants

1996
 Landesgraduierten Stipendium, Baden-Württemberg, Germany
2005
 Förderprogramm für Künstler u. Publizisten des Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (promotion programm for artists, Bavarian Art Ministery, Munich)


Catalogues
"Trophäe", im Rahmen der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, 2005 (promotion by the bavarian Art ministery)
"A und E und Alter Ego", Kerber Verlag, Bielefeld 2010
"Re: ... Situation (Konkret/RealitŠt)", Frank Maier, Berlin 2013
"100 Painters of Tomorrow", Publised by Thames & Hudson, Kurt Beers, London 2014

Museums of Modern Art - Public collections
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Munich
Sammlung Moderne Kunst der Pinakothek der Moderne, Munich
Artist Pension Trust Berlin
Kienzle Art Foundation, Berlin
Collection Siegfried Grauwinkel, Sammlung Konkret, Berlin


Exhibitions (selected)


2015

"Duo", DAG und Frank Maier, Laura Mars, Berlin (- 14.11.)
"be abstract", 33 positions in abstract painting, with a.o., Mary Heilmann/USA, Kunstverein Schwäbisch Hall

"Mon amour", solo show, Ambacher Contemporary, Munich
"be abstract", 33 positions in abstract painting, with a.o., Mary Heilmann/USA,
l ́oiseau présente, Ballhaus Ost, Gallery Weekend, Berlin
Art Paris Art Fair, solo show, with Ambacher Contemporary, Grand Palais, Paris
"Linien 141", Berlin, group show with a.o., Wolfgang Flad, Berlin

2014

"Salon der Gegenwart" with Ambacher Contemporary, a.o., Bernard Frize, Gregor Hildebrandt, Thomas Scheibitz, Salon der Gegenwart, Collection M+C Holle, Hamburg
"100 Painters of Tomorrow" with Beers Contemporary, One Art Space, New York
"SLICK", Art Fair with Ambacher Contemporary, Paris
"Positions", Art Fair with Ambacher Contemporary, Berlin
"AD Art Fair" with Ambacher Contemporary, Dornbirn/Austria
"In Place of a Trophy", Beers Contemporary, London

2013

"2,3,-3d(+)", l´oiseau présente, Berlin
"Frank Maier, Inge Pries, "Abstrakt & Gegenständlich,
DAS ABENTEUER DER KUNST", Ambacher Contemporary, Munich

2012

"Chains", Horse, Berlin
"Alternativ Entrance", Kunstbunker, Nürnberg
"Berlin non objective", SNO contemporary projects, Sydney/Australia

"Subkutan", Galerie Cruise & Callas, Berlin
"Related Structures", with Achim Sakic, Kienzle Art Foundation, Berlin

"The Happy Fainting of Painting", Zwinger Galerie, Berlin
"Subkutan", Galerie Cruise & Callas, Berlin

2011


"Freundschaft", Brandenburgischer Kunstverein, Potsdam
"a regular evening walk", l ́oiseau présente, Ballhaus Ost, Berlin

2010

"Wildwechsel", Grölle pass:projects, Wuppertal
"Telephone", Galerie Matthew Bown, Berlin
"Amphisbaena", the forgotten bar, Galerie im Regierungsviertel, Berlin
"Reigen", Artothek, Munich
"INTER#4", Galerie Zink, Munich


2009
"Krautschneider", Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz/Austria
"fairly abstract", Galerie Zink, Munich

2008

"subconchicness", Ballhaus Ost, Berlin

2007

"La Boum III", Warschau
"All hands on deck!", Galerie Ben Kaufmann, Munich
"Quality Street", fine art fair, Frankfurt, Ben Kaufmann, Berlin
"Ein Stück weit", Glue, Berlin


2006

"Team", Galerie Arndt & Partner, Berlin
"Im Dunkel...", Galerie Six Friedrich & Lisa Ungar, Munich
"Vier im Kreis", Künstlerbund Baden-Württemberg, Sulz am Neckar

"Malibu", Galerie Ben Kaufmann, Berlin

2005

"Debütanten", Galerie der Künstler, Munich
"Christoph Lohmann & Frank Maier", Galerie Ben Kaufmann, Munich


2004

"co-op", Künstlerhaus Dortmund

"Salzburg", Galerie Six Friedrich & Lisa Ungar, Munich

2003

"Ein Marienbild heute", Diözesanmuseum, Freising

"social Fabric", Lothringer 13, Munich


2002

"Quivid 1 – im öffentlichen Auftrag", Technisches Rathaus Munich
"Sir", Sub 11, Munich


2001

"Freie Wahlen", Kunsthalle Baden-Baden

"22. Juni", Sub 11, Munich

2000

"Civitas", Carambolage IV, Mailand

"Minutes only", Orgelfabrik Karlsruhe-Durlach





Fun, 2009
Acryl auf Nessel, lackierter Holzkasten
Rahmenleisten, 115 x 55 x 5 cm
Courtesy HGA Collection, Germany



Text über die Arbeit von Frank Maier für die Ausstellung Subkutan
von Barbara Buchmaier
B.B. ist Kunsthistorikerin und arbeitet als freiberufliche Kunstkritikerin für Kunstmagazine wie Texte zur Kunst, Spike und Artforum.com sowie als freie Mitarbeiterin für die Berliner Galerie Barbara Weiss. Außerdem ist sie Redakteurin und Autorin des Berliner Kunstmagazins Von Hundert. Barbara Buchmaier lebt und arbeitet seit 1997 in Berlin. Sie erhielt 2014 auf der Art Cologne den Preis der Kunstkritiker, ADKV-ART COLOGNE Preis.



Frank Maier

Subkutan

Die Elemente im Bildterrain müssen schon genau sitzen, damit was klappt, berührt, kitzelt oder zumindest touchiert ...

... sie sind nicht beliebig platziert, sondern stehen in unmittelbarer Abhängigkeit zueinander, das kann man gar nicht übersehen. Coloriert in so klischeebehafteten Farben wie Rosa, Magenta oder Zitronengelb werden hier Linien, Ecken und Kanten zueinander in Kontakt gesetzt, schichten sich geometrische Formen an- und übereinander. Sie senden sich und uns Signale zu, während sie vor elegant-dezenten, monochromen Fonds zwischen Oberfläche und Tiefenraum vermitteln. Es sind „visuelle Spiele“, zu denen Frank Maier lädt ...

... Anspielungen auf Situationen der realen Welt waren der Abstraktion immer suspekt. Anekdotische wie erzählerische Momente widersprachen der ideellen Sinnebene. Hier jedoch verhält es sich anders: Jedes der an sich nicht-gegenständlichen Bilder steht als Verweis für einen Abschnitt aus dem breiten Fluss des Lebens, dieses irren und unendlichen Nebeneinanders von Handlungen, Schicksalen, Begegnungen, Visionen und Ideen. Immer wieder neu. Jedes Bild für sich, zu seinen eigenen Bedingungen ...

... gestochen scharf, als ob mit einem Skalpell zurechtgeschnitten, und fokussiert im Motiv, dabei starr und stumm und angespannt. Wie eingefroren und unter Schlaglicht führt uns der Künstler aus seiner Wahrnehmung des Lebens ausgestochene Einzel-Episoden vor Augen. Ohne Umschweife werden die Bildelemente darin zu Charakteren, sind sie gleich schon Requisiten, formiert zu einer „Szenerie“. Sie repräsentieren, performen eine soziale Begebenheit, die dann jedoch plötzlich, wie mit einer Stopptaste, zum Stillstand gebracht wurde. Nur der Rand der „Spielfelder“, dieser vertikalen, von vorne anzusehenden Bild-Bühnen in Kastenform mit Leisten drum, bleibt zumeist verschwommen, denn er vermittelt als Schnittstelle zwischen den Zonen, zwischen dem Innen und dem Außen. Er markiert den Übergang vom Fragment zum Ganzen. Morgen oder nächste Woche ist ein anderer Ausschnitt dran, es geht von vorne los – immer angetrieben vom Wunsch, sich dem „Leben“ anzunähern, aus der Distanz und voller Empathie zugleich. Emotionen sind hier nicht verboten, auch wenn’s kitschig zu werden droht.

Die Abstraktion zielt hier nicht auf die bloße Oberfläche ab, nicht auf das stimmige Muster, sie ist vielmehr einer körperlichen, einer erlebten narrativen Ebene geschuldet, sagt Frank Maier, dem so gar nicht an einer Fortschreibung des Essentialismus der Moderne gelegen ist. Und das vermittelt er auch über die anekdotischen Titel, die er seinen Arbeiten mitgibt ...

... und geklappt hat es dann, wenn die nur optisch angelegte konstruierte Situation auf den Betrachter überspringt, wenn man beginnt, das „visuelle Spiel“ aufzunehmen, in die starre Bild-Erzählung einzudringen, und sich einzelne Elemente vor dem geistigen Auge in Bewegung setzen – und damit auch etwas für einen selbst in Dynamik, in (e)motion gerät ...

Die Pfade wurden kartiert: Man folgt ihnen ganz automatisch und versucht zu erörtern, auf welcher Spur man am schnellsten ans Ziel gelangt. Immer neue Zonen und Arenen sind markiert. Wo ist man richtig? Und dann, oh je, führt ein Weg auch mal ins Nichts oder man muss gar umkehren; nebenan wird ein rosa Kästchen isoliert, bleibt außen vor, ohne Kontakt zur Gemeinschaft ... Eine Parallele zum echten Leben wird hier nicht nur heraufbeschworen, sondern gleichermaßen körperlich akut.

Subkutan als Bild- und Ausstellungstitel, vor allem aber als Bezeichnung des Orts, an dem Kunst virulent wird, nämlich in erster Linie in uns selbst.

Barbara Buchmaier






Picknick white, 2013
Acryl auf Nessel, lackierter Holzkasten
Rahmenleisten, bemaltes Holz
39,5 x 71,5 x 6cm