AMBACHER CONTEMPORARY

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Sylvie Arlaud
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Otto Muehl
Armin Mühsam
Tomislav Nikolic
Inge Pries
Daniel Schüßler
Edwart Vignot

Sylvie Arlaud

1959, Paris, lives and work in Munich
Aix-en-Provence and Paris




"The Wall", 2014
foto-performance, Lanzarote/Spain



Education

1981-1990   Art education by actionist Otto Muehl (1924-2013)
                   Performance, drawing, figure-drawing, painting and sculpture
                   Muehl commune, Touluse, Paris, München, Friedrichshof, Amsterdam,
                   Zürich and Düsseldorf
2000-2005   Akademie der Bildenden Künste München (Drawing and painting)
                   Prof. Hans Baschang and Prof. Sean Scully
2003            Assistent, Prof. Anke Doberauer, ADBK Munich
2005            Diplom, ADBK Munich, Prof. Hans Baschang (Painting)
2006            Founder of the Artistgroup „Larc-der Bogen“
2007            Foundation of the Art Fair: Produzentenkunstmesse
                   "ISLAND OF ART FESTIVAL MUNICH"





Gallery Shows

Past gallery performance, Das Leben stinkt
Solo performance with Rolls-Royce, Munich Art-Night, Mai 12, 2012

Past gallery exhibition, Sinnliche Abstraktion
Solo show, March 4, - April 1, 2011

First gallery exhibition, Umwege - Detours
Solo show
, June 11, - July 3, 2009



Left: Jeux interdits I, 2011, Collage, cut, acrylic and tape on bookpage, size 41 x 32 cm

Right: Man Ray & me, 2011, Collage on bookpage, 30 x 22 cm




Biography
 
Art education
2000-2005 "Akademie der Bildenden Künsten"/Munich, by Prof. Hans Baschang and Prof. Sean Scully
(drawing/figure-drawing/anatomy/painting/pour plaster)
2003 Assistent, Prof. Anke Doberauer, "Akademie der Bildenden Künste"/Munich
1981-1990 Art education by actionist Otto Muehl (performance/painting/drawing/figure-drawing/sculpture)
From 2009 represented by Ambacher Contemporary, Munich (www.ambacher-contemporary.de).
 
Solo shows, performances and foto-performances
2014 "The Wall", Foto-Performance, Lanzarote, Spain
2013 "Krall die Macht", Foto-Performance, Palace and Museum Belvedere, Vienna, Austria
2012 "Das Leben stinkt", acting performance with Rolls-Royce, Munich Art-Night, Ambacher Contemporary/Munich
2011 Poetry Power, Foto Performance, Gabriele D´Annunzio estate, Gardone di Riviera
2011 La Petite Brigande, Foto-Performance, Gargnano, Lago di Garda
2011 "Sinnliche Abstraktion", Collages, Ambacher Contemporary, Munich
2009 "Umwege - détours", Paintings, Ambacher Contemporary, Munich
2008 "Das Mamifest", situationist photo installation, gallery Huber/Munich
2006  "B.B.B", situationist slogan performance with interview on Radio Lora/Munich
2003 "Drawings", gallery Krupan/Munich
1990 "Kakao Sturm" and "Befleckt", 2 material-actions (action-traces), Geverlsberg/Germany
 
Group shows
2011 "Ander Art Festival", München -- "Das Leben stinkt", acting performance by performance festival K-Häuschen, Munich
2010  "Zwischen den Welten", Ambacher Contemporary, Munich
2010 " Bel Etage", Ambacher Contemporary/Munich
2010 "Zipor, Ziporim, Ziporra-ansonsten Danke & Liebe Grüße", Ambacher Contemporary, Munich
2008 "Art in Mind", Brick Lane Gallery/London -- "Galata", Friedrich Ebert Stiftung, Munich
2007 "Munich-Barcelona and their contemporary artists in exibit", Artinvestor and Agilis AssetManagers, Campo Sentilo, Munich
2006 "First Date", Aktionsforum Praterinsel, Munich
2005 "Six femmes dans l ́art", Gallery Caroline Poirier Unesco/Paris
2004 "Junge Kunst 04", gallery Heidi Madlener/Miesbach, Germany -- "S. Arlaud, I. Melchior, P. Poirier", gallery Caroline Poirier, Unesco/Paris
2000/1/2/3, "Wiese der 1000 Schritte", material Action (action-trace) -- "Spruch Allée", situationist slogan installation -- "Wolpertinger", Skulptur -- "Aktion
sauberes K.", situationist performance/sign installation, Freilicht Ausstellung "Seh am See" (Karlsfeld/Germany)
1990 "Schüler von Otto Muehl", Friedrichshof, Austria

Art fair participations
2014 SLICK Artfair/Paris
2014 Art Bodensee/Dornbirn/Austria
2013 Art Bodensee/Dornbirn/Austria
2010 STROKE02, urban artfair/Munich
2010 20. Kunstmesse im Frauenmuseum/Bonn
2007/2009 Produzenten-Kunstmesse "Island of Art festival"/Munich
2003/2007 ADAC-Kunstsalon, gallery Caroline Poirier, Chatillon/Paris


Auction participations
2014 Neuer Aachener Kunstverein, NAK/Aachen - 2014 Round table 13-Burda Verlagshaus/Munich - 2013 Amnesty International/Munich - 2013 Tajan/Paris -  2009 Stella Finance/Munich -  2006 Museum Villa Stuck/Munich

Works by companies & institutions
UNESCO, Paris
Hanover Leasing, Munich
Agilis Asset Managers, Munich
HGA Collection, Munich

Art projects
From 2010 assistent/manager, Gallery Ambacher Contemporary, Munich
2007/2009 fondation and organization of the Artfairs "Produzenten-Kunstmesse, Island of Art Festival", sponsored: Kulturreferat LHSt, Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Kulturstiftung Stadtsparkasse, Europäische Patentamt, Golart Stiftung, Messe International, Aktionsforum Praterinsel, Bankhaus Metzler/München.
Medien-support: Artinvestor (Medien-cooperation), Kunstforum International, Süddeutsche Zeitung, Bayerische Rundfunk-B2 Kultur, Abend-Zeitung, French culture Institute, Radar München, In-München

2006-2010 organization for artist groups and projects: "L ́arc-der-Bogen" and "1001 ways to social-critic" (Exhibitions: "first date", Adac-Kunstsalon, "Produzenten-Kunstmessen "Island of Art Festival", "Munich-Barcelona and their contemporary artists", "Galata", Stroke 02), with publications u.a in Artinvestor, kunstforum International and Süddeutsche Zeitung.

 


Poetry Power 1
foto-performance, 2011
Gabriele D´Annunzio estate, Gardone di Riviera/Italien



Poetry Power 2
foto-performance, 2011
Gabriele D´Annunzio estate, Gardone di Riviera/Italien



About the artist:

 
Stefan Mekiska/ Red. Kulturkritik und Literatur/ Bayerischer Runkfunk-Hörfunk (Auszüge, zum geplanten Katalog/2015 "Im Bauch der Dinge"):
 
..."Sylvie Arlaud bringt die Techniken der Kunstgeschichte in Verbindung mit den Themen der Jetztzeit. Wir erinnern uns an das  furchtbare Medienbild, wie ein Vater während einer Schießerei in Palästina seinen kleinen Sohn mit seinem Körper zu schützen versucht. In „The End. Palästina mon amour“ taucht es rechts wieder auf: Vor einer jener typischen Arlaud ́schen Mauern mit Fugen in leuchtendem Orange. Links tritt eine weitere geheimnisvolle Person ins Bild, scheinbar unbeteiligt und in einer Art Pelzmantel. Eine Repräsentantin der Medienöffentlichkeit? Wir? Der Titel des Gemäldes verweist einerseits auf einen Song der Doors, ein Soundtrack zum Vietnamkrieg, und andererseits auf Alain Resnais` Kinofilm „Hiroshima mon amour“ von 1959, in dem eine französische Schauspielerin nach einer Liebesnacht berichten möchte, wie sie Zeugin des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt wurde. Und ihr Liebhaber antwortet kontinuierlich: „Du hast nichts gesehen in Hiroshima“. Was haben wir gesehen, als das palästinensische Drama in den Fernsehnachrichten lief?"...
 
..."In einigen Gemälden von Sylvie Arlaud taucht immer wieder im Vordergrund das kleine, nackte Mädchen auf, das auf einem berühmten Pressefoto von 1972 vor einem Napalm-Angriff in Vietnam flieht. Die Details – das Kind weint, weil sein Rücken verletzt ist und höllisch brennt – erspart uns die Künstlerin. Wie schon bei vielen weiteren Werken Werken der Künstlerin bleibt die Farbpalette streng reduziert auf Schwarz, Grau, Weiß. Wir sehen nur den Schattenriss: Die breit vom Körper gestreckten Arme, die von Panik bestimmte Bewegung. Das Feuer spüren wir trotzdem: Einmal als helles Leuchten von den Schultern des Mädchens über die Taille den Rücken hinunter, dann als Farbschlieren, die wie Chemiegift das Bild herunter fließen, schließlich ein anderes Mal als im Hintergrund brennende Stadtkulisse. Wieder ein Stellvertreterbild: Für alle vernichteten Städte des 20. Jahrhunderts von Coventry über Dresden bis Beirut"...
 
..."Vor ihren Leinwänden agiert die Malerin gleichsam planvoll wie spontan. Wer das für einen Gegensatz hält, der kennt ihre Bilder nicht. Die Aussage der Arbeiten wird deutlich. Man spürt das gezielte Auswählen von Medieninhalten. Dann jedoch nähert sie sich den Figuren so behutsam und tastend wie Alberto Giacometti, ein weiteres Vorbild. Lässt den Zufall an den Werken mitwirken, was vielleicht auch an die eruptiv-expressive Arbeitsweise des Wiener Aktionisten Otto Muehl erinnern könnte, von dem Sylvie Arlaud in den 80er jahren künstlerisch ausgebildet wurde"...
 
..."Diese Kunst ist gleichermaßen technisch virtuos wie inhaltlich gewichtig. Sie bringt subtil gesellschaftliche Missstände zur Sprache. Ob man die Herkunft der „Beweismaterialien“ kennt oder nicht, also von Fotos und Zeitungsausschnitten, die sie zitiert und montiert, spielt dabei keine große Rolle. Aus ihrem Kontext gerissen, werden sie zu einer existenziellen Botschaft fern der Aktualität. Die Malerin meint selbst: „Mein Stil ist nicht der der üblichen politischen Kunst. Ich will nicht provozieren oder schockieren, sondern berühren und poetische Freiheit genießen.“ Die grundsätzlichen Fragen, die diese Werke aufwerfen, muss jeder Betrachter für sich selbst beantworten. Übersehen kann man sie indes nicht"...
..."Sollte man sich Sorgen machen, weil im Werkverlauf aus den anonymen Straßenbildern der „Passanten“ inzwischen brennende Städte geworden sind? „Im Bauch der Dinge“ herrscht kein Frieden.
 

Stefanie Schwarzbach, art historian 2007/2010:

a)... "As social-critical artist, Sylvie Arlaud does not have to turn away from the civilisation in order to get to philosophical serious contents of paintings, she has the direct look at it"..."just like a stage manager of the "nouvelle vague", she sets up individual pictures - abrupt schifting of scenes alike - into a fragmentary constructed picture area"...
b) Sylvie Arlaud ́s Werk richtet ihren Blick auf existenziellen Fragen unserer Zivilisation und auf Persönlichkeiten des sozialen und künstlerischen Fortschritt. Sensibel, sammelt sie zunächst Beweismaterialien in Form von Fotos, Zeitungsausschnitten, oder selbst fotografierten Motiven, die sie anschließend im Bild völlig neu und frei verknüpft. Fragmente einer verfremdetete Wirklichkeit durchdringen sich vielschichtig zu einer Botschaft, die ohne Bezug zum Zeitgeschehen auskommen muss. Dieser Verlust an Identität führt zu dem Gefühl einer allgemeingültigen Aussage die uns subtil, jedoch effektiv tief berührt.

Caroline Poirier, Galerist, interview 2003 Paris:

"The abstract turns into concrete":
"Art as scream,, as ambassador, as love, as search for an independant harmony and an individual poetic form-language; as a try to approach from a dependant "by change" fragile reality, the contradiction between its permanent building-up and desintegration"...."architectonical and emotional alikeness are for me more important than plastic illustration, illusion and narrative effects, although i want to give a social content".



La Petite Brigande, 2011, Foto-Performance, Gargnano, Lago di Garda